Dunnottar Castle ist eine in Ruinen liegende Burg, die auf drei Seiten von der Nordsee umgeben ist und sich an der Nordostküste Schottlands etwa 4 km von der kleinen Stadt Stonehaven gelegen befindet. Die ältesten Teile der Burg stammen aus dem späten 13. Jahrhunert. Es wird jedoch allgemein angenommen, dass sich bereits in piktischer Zeit hier eine Befestigungsanlage befunden haben soll. Ein Indiz dafür liefert auch der Name der Burg: Dunnottar, denn alle Anlagen und Befestigungen die mit der Vorsilbe Dun beginnen, stammen aus vorchristlicher Zeit. Errichtet durch Sir William Keith diente die Festung den Earls of Marischal 4 Jahrhunderte als Wohnsitz. Die auf dem Areal befindliche Kapelle wurde im Jahr 1276 geweiht, der große Wohnturm entstand 1346, erhielt er aber erst im 15. Jahrhundert sein heutiges Aussehen.
In früheren Zeiten von den Pikten besetzt gehalten, hielten hier um das Jahr 900 herum die Wikinger ihren Einzug. Diese töteten auch den schottischen König Donald II. Dunnottar wurde 1296 von William Wallace aus den Händen der Engländer zurückerobert. Eine Legende besagt, dass dieser dabei mehr als 4000 Engländer getötethaben soll.
Aufgrund der strategisch günstigen Lage war die Burg so gut wie uneinnehmbar. Was auch ein Grund dafür war, das während Cromwells Herrschaft um 1650 herum, hier die schottischen Reliquien versteckt wurden. Während der englischen Belagerung von 1652 hielt der damalige Gouverneur der Region der englischen Belagerung so lange stand, bis die Reliquien durch eine Pfarrersfrau, die selbige unter ihrer Schürze versteckte, aus der Burg herausgeschmuggelte und somit in Sicherheit brachte.
Lage: etwa 4 km südlich von Stonehaven
Region: Kincardine & Dundee
Ganzjährig geöffnet.
Ostern bis Oktober: 09:00 - 18:00 Uhr (Montag bis Samstag) und 14:00 - 17:00 Uhr (Sonntags).
Winter: 09:00 bis Sonnenuntergang (Montag - Freitag).
Letzer Einlass: 30 Minuten vor Schließung.
Parkmöglichkeiten vorhanden.
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